Bautzen: Nazis blockiert – Route verkürzt

BautzenUnter dem Motto „Wir arbeiten – Brüssel kassiert“ hatte die sächsische NPD in Bautzen einen Aufmarsch geplant. Das Bündnis „Bautzen l(i)ebt bunt“, bestehend aus Gewerkschaften, Vereinen, Initiativen und Parteien, fand sich zusammen um entsprechende Gegenaktivitäten zu organisieren.
So wurden mehrere Kundgebungsplätze rings um den Bautzener Bahnhof, dem Auftaktort der NPD Demonstration, angemeldet.
Die Versammlungsbehörde des Landkreises Bautzen brauchte fast einen Monat um über die vorliegenden Anmeldungen zu entscheiden. Jens Thöricht (LINKE), Anmelder einer Kundgebung, ging juristisch gegen den Satz „Der Versammlungsleiter ist dafür verantwortlich, dass die Teilnehmer vor Beendigung der Versammlung aufgefordert werden, den Zielort dergestalt zu verlassen, dass keine Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung gegeben ist; etwaige Anschlussaktionen sind zu unterbinden.“ vor und bekam Recht. Der Satz wurde aus dem Auflagenbescheid gestrichen. Die Kosten für das Verfahren muss der Landkreis tragen. „Der Landkreis Bautzen hätte das Geld sinnvoller in antifaschistische Projekte investieren können.“, so Thöricht auf der Kundgebung.

Gegen 09 Uhr wurden die ersten Kundgebungsplätze unmittelbar vor dem Bahnhof Bautzen aufgebaut. Angemeldet waren diese von Vertreter_innen der SPD und der LINKEN. Bei sonnigem Wetter versammelten sich etwa 500 Menschen rund um den Bahnhof und machten deutlich, dass Nazis weder in Bautzen, noch anderswo willkommen sind. (mehr…)

Nazidemonstration in Bautzen verhindern!

Naziaufmarsch Verhindern BautzenAm 1. Mai, dem Tag der Arbeit, will die sächsische NPD zusammen mit Freien Kameradschaften im beschaulichen Bautzen gegen die „EU-hörigen Linksparteien und ihrem Wurmfortsatz DGB“ aufmarschieren. Als zentralen Kundgebungsort hat sich Holger Apfel und Co. – perfider weise – den Rathenauplatz am Bahnhof ausgesucht.
Der Außenminister Walther Rathenau, ein überzeugter liberaler Politiker (DDP) mit jüdischen Wurzeln, wurde am 24. Juni 1922 von nationalistischen Terroristen der „Organisation Consul“ in Berlin ermordet. Heute, im 90. Jahr nach diesem feigen Attentat, versuchen Nazis erneut ihr beschränktes Weltbild mit Gewalttaten gegen Andersaussehende und –denkende aufzuzwingen. Rathenaus Mörder wollten nach eigenen Angaben eben das, was die NPD uns heute vorgibt zu wollen: die sogenannte „Nationale Revolution“. Es ist unerträglich, dass die geistigen Nachfolger der Mörder Rathenaus die Erlaubnis erhalten, ihre nationalistischen und demokratiefeindlichen Parolen gerade auf einem zu seinen Ehren benannten Platz in die Welt zu brüllen.

Was tut die Stadt Bautzen? Diese veranstaltet ein Familienfest auf dem Kornmarkt unter dem Motto „Bautzen liebt bunt – Budyšin lubuje pisanosć“. Dazu wurde ein „Gemeinsamer Aufruf für Zivilcourage“ veröffentlicht, um zusammen mit Bürger_innen gegen rechts Flagge zu zeigen. Sehen werden die Rechten diese Flaggen allerdings nicht. Zwischen dem Nazigequatsche und dem bunten Treiben liegen etwa 1000 Meter. So ist zu befürchten, dass die gut gemeinte Veranstaltung darauf hinausläuft, dass Politiker_innen aller Parteien mit bunten Luftballons auf dem Kornmarkt herumstehen und sich gegenseitig ihre Couragiertheit versichern. Das ist öde und wenig effektiv. Viel couragierter ist es, sich auf die Straße zu setzen und den Naziaufmarsch komplett zu blockieren. Und dazu wird auch aufgerufen. Bei Indymedia Linksunten, oder auch im Blog „Lauter Bautzener“:

„Blockiert werden soll das ganze Spektakel natürlich auch. Hier wurde erfreulicherweise schon recht gründlich vorbereitet. Neben der zentralen Kundgebung auf dem Kornmarkt, sind laut SZ weitere 9 Veranstaltungen geplant. Die werden sich allerdings allem Anschein nach, in der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt befinden. Sollten sich die Rechten eher peripher, also auf der zweiten Route bewegen, müssen es wohl mobile Blockiertrupps richten.“

Auch wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf nach Bautzen zu kommen und den Faschos gründlich den Feiertag zu verderben!

1. Mai – Nazifrei!

5.3. | Chemnitz | We are so fucking angry! Naziaufmarsch blocken!

Wieder Nazis in Dresden blockieren!Am 5. März letzten Jahres versuchten hunderte Menschen den Naziaufmarsch zum Jahrestag der Bombardierung von Chemnitz 1945 aufzuhalten. Gegendemonstrant_innen oder Personen, die nur den Verdacht der Opposition erweckten, sahen sich daraufhin mit körperlichen Übergriffen und Repressalien konfrontiert; Gerichtsprozesse folgten. Betroffene von Polizeigewalt, die juristisch gegen Beamt_innen vorgingen, wurden sofort mit Gegenanzeigen überzogen. Die Auseinandersetzung in der Stadt kulminierte in der Forderung nach Besonnenheit und Ordnung, um im nächsten Jahr einen störungsfreien Ablauf des Naziaufmarsches gewährleisten zu können. Die Kritik am Polizeieinsatz verhallte konsequenzlos und wurde ausgesessen.
In diesem Jahr wird ein Sternmarsch, begleitet durch zahlreiche Kerzenträger_innen, zum Rathaus stattfinden – Aufrufe, den Nazis aktiv entgegenzutreten, fehlen hingegen. Stattdessen soll der Tag stur im traditionellen Habitus würdigen Gedenkens begangen werden. Zahlreiche Verlautbarungen in gewohnt blumigen Formulierungen rufen zum “anständigen” Widerstand auf. Es geht wie immer ganz allgemein um Opfer und Krieg – die Spezifika des deutschen Vernichtungsantisemitismus bleiben unerwähnt. Diese Relativierung deutscher Schuld zeigt sich ebenfalls, wenn die weit verbreiteten menschenverachtenden Einstellungen lediglich bei Neonazis moniert werden und die Frage nach ihrer gesamtgesellschaftlichen Wirklichkeit ausbleibt. Eine Thematisierung lokaler Neonaziaktivitäten, oder etwa des neuen Nazizentrums in Chemnitz-Markersdorf, ist ebenso zu vermissen, wie Selbstkritik an den lokalen Zuständen.

CHEMNITZ, DIE PFLAUME DES OSTENS.

Geändert hat sich beim offiziellen Ausrichter für Gedenkkultur, dem Chemnitzer Friedenstag, offensichtlich nichts. Was oberflächlich als zivilgesellschaftliche Instanz erscheint, fungiert eher als ein zusätzliches Dezernat für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt. Die Lippenbekenntnisse gegen Rechts verhallen aufgrund ihrer Einfallslosigkeit und Inhaltsleere, und scheinen als einzige Handlungsoption ein vermeintlich “würdiges“ Gedenken gegen nationalsozialistische Propaganda in Stellung bringen zu können.
Um sich an den Topos der deutschen Opfer anzulehnen, wird die damalige Chemnitzer Bevölkerung in einem Szenario verortet, in dem die Bombardierung als Naturkatastrophe erscheint. In ihm ist diese Bevölkerung bestenfalls eine wehr- und ahnungslose, verführte – schlimmstenfalls wird sie gleich ganz zur ideellen Gesamtantifaschistin stilisiert. Der deutsche Rassen- und Vernichtungskrieg wird seiner durch die Bevölkerung selbst gestützten, wahnhaften und mörderischen Ideologie entkleidet und als das Handeln einer nationalsozialistischen Funktionselite abgespalten. Täter_innen werden somit Jahr für Jahr aufs neue zu Opfern umgedeutet. Guernica – London – Chemnitz; die Nazis – Hitler – die Anderen. In dieser Weltsicht bleiben notwendig die nationalsozialistische Gesellschaft genauso wie der Chemnitzer Industrie- und Kriegsbetrieb in dessen systemtragender Rolle außen vor. Heutige Lokalpatriot_innen fühlen sich durch die Betonung der Kriegsnotwendigkeit der alliierten Bombardierung deutscher Städte zur Niederschlagung des Nationalsozialismus auch gegenwärtig nicht nur existentiell angegriffen sondern auch zutiefst beschämt.
Die Rede vom Krieg, der „an seinen Ausgangsort zurückkehrt“, beschreibt immer den Krieg der Anderen, oder gar den Krieg als das Andere, schreibt ihm Subjektivität zu. Sie ignoriert stillschweigend, dass es die Deutschen waren, die ihn vom Zaun gebrochen haben. Zudem lässt sich bereits die Rede vom „zurückkehrenden Krieg“ als blanker Hohn in geschichtsrevisionistischem Duktus zurückweisen, da weder die Sowjets, noch die Westalliierten einen Vernichtungskrieg gegen die Deutschen führten, wie ihn jene zuvor „ostwärts“ geführt hatten.
Diese Vergangenheit hinter sich zu lassen oder zumindest abzuspalten wie auch das Streben nach einem durch Läuterung legitim erscheinendem kollektiven Gedenken, widerspricht aber nicht nur der grundlegenden Thematisierung und aktiven Bekämpfung von Neonazis, sondern auch von menschenverachtenden Ideologiefragmenten innerhalb der gesamten Bevölkerung.
Wer im Angesicht von Jahrestagen der Bombardierung deutscher Städte „Nie wieder Krieg“ raunt, hat nichts von den damaligen gesellschaftlichen Zuständen und ihren Ursachen verstanden, welche eliminatorischen Antisemitismus und Vernichtungskrieg in letzter Konsequenz vollzogen. Bleiben diese Inhalte unbesprochen und werden zusätzlich diejenigen als Aggressor_innen abgebildet, die sie an die Öffentlichkeit bringen, bedeutet dies im Bezug auf den deutschen Nationalsozialismus in letzter logischer Konsequenz ein „Ja“ zum Massenmord und ein „Ja“ zur Erhaltung eines solchen Gesellschaftssystems. So bitter es ist, das immer wieder aufs neue betonen zu müssen: es waren die Alliierten, die dem deutschen Vernichtungswahn Einhalt geboten – mit militärischen Mitteln. Die Städtebombardements hatten daran einen nicht unwesentlichen Anteil. (mehr…)

Achtung! Wichtig! Antifaaufkleber mit Logo der Radeberger Brauerei

Es sind Aufkleber im Umlauf, welche sich klar an den Markenauftritt der Radeberger Brauerei anlehnen. Darauf zu sehen ist das „Radeberger“ Logo, ergänzt mit einem „Antifa“ Schriftzug und unserer Internetadresse.
Diese Aufkleber stammen jedoch nicht von der Autonomen Antifa Radeberg! Wir bitten euch die Verbreitung sofort zu stoppen! Sowohl eine Verbindung mit irgendwelchen politischen Kräften wie auch ein Missbrauch ihres Logos zu welchen Zwecken auch immer werden von der Brauerei nicht geduldet. Im weiterem kann diese rechtliche Schritte wegen Markenrechtsverletzung gegen die Verantwortlichen einleiten. Dies schadet der Sache mehr als es nutzt und ist sicher kaum in eurem und unserem Interesse.

Aktuelle Informationen zu den Naziaufmärschen im Februar

Wieder Nazis in Dresden blockieren!Ihr fragt euch sicher schon länger, wann der rechte Großaufmarsch in Dresden stattfinden wird. Im Moment verdichten sich die Hinweise, dass die Nazis nach ihren Niederlagen in den letzten beiden Jahren Mobilisierungsprobleme haben. Wir erwarten deshalb, dass am 18. Februar deutlich weniger Nazis nach Dresden kommen als in den letzten Jahren.

Damit erhöhen sich unsere Chancen, den Naziaufmarsch ein drittes Mal zu blockieren und endgültig Schach-Matt zu setzen. Allerdings beobachten wir auch, dass sich ihrerseits mehr Aktivitäten auf den 13. Februar konzentrieren. Klar ist, mit ihrer Doppelstrategie wollen die Nazis erreichen, wenigstens an einem Tag relativ ungestört marschieren zu können.

Für uns steht fest, wir werden uns an beiden Tagen entschlossen den Nazis in den Weg stellen:

Am 13. Februar rufen wir zum Mahngang „Täterspuren“ auf, der den Mythos der unschuldigen Kulturstadt Dresden in Frage stellt. Danach werden wir unseren Protest aktiv auf die Straßen tragen, auf denen die Nazis marschieren wollen. Wir hoffen, dass ihr also auch am 13. Februar nach Dresden kommt.

Auch wenn ein Großaufmarsch immer unwahrscheinlicher scheint, werden wir für den 18. Februar weiterhin zu Massenblockaden mobilisieren. Für uns ist klar, dass wir jeden Aufmarsch verhindern wollen, egal 6000 oder 600 Nazis versuchen durch Dresden zu maschieren. Wir werden mit unserem massenhaften zivilen Ungehorsam ein deutliches Zeichen setzen, gegen das nazistische Verdrehen der Geschichte, aber auch gegen das Einschränken der Bürgerechte in der so genannten „Sächsischen Demokratie“.

No pasarán!

Dresden Nazifrei

Nach derzeitigen Erkenntnisstand wird es also keinen Nazi-Großaufmarsch am 18. Februar geben! Eine Ausführliche Analyse vom ART Dresden ist auf Venceremos zu lesen.

Frust für radeberger Kamerad_innen

Simon Richter Transparent 29.09.11Nach Bekanntwerden einer angemeldeten Mahnwache „Bombenterror gegen Libyen stoppen“ von Radeberger NPD-Stadtrat Simon Richter am 29. September, formte sich schnell kreativer Protest. So wurde schon gegen Mittag der gesamte Marktplatz mit Antifaplakaten dekoriert um es den stolzen Deutschen so gemütlich wie möglich zu machen. Leider fühlten sich die Faschist_innen von so viel entgegengebrachter Nächstenliebe überfordert und rissen die Plakate wenig später wieder herunter. Unglaublich enttäuscht trafen eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung die ersten Antifaschist_innen ein, welche sich von dieser Zurückweisung jedoch nicht entmutigen ließen. Schnell wurden aus dem Rathaus sämtliche Mülltonnen herausgebracht und wiederum dekorativ als Entsorgungsmöglichkeit für die verteilte braune Propaganda aufgestellt. (mehr…)

Damals wie heute: Nieder mit dem deutschen Volke!

Neonazis wollen am 17. Juni in Dresden die „Volksaufstände“ von 1953 für ihre Zwecke in Dresdner Tradition umdeuten und unter dem Motto „Damals wie heute: Nationale Souveränität statt Fremdbestimmung!“ gegen eine angebliche „europäische Herrschaft“ über die BRD demonstrieren.

Schon seit circa 2001 versuchen Dresdner Neonazis um den „Aktionskreis 17. Juni 1953“ dieses Datum als einen Tag des „deutschen Volkes“ zu feiern und die Ziele der Aufstände, freie Wahlen, Erhöhung des Lebensstandards und Abbau der Grenzen (zwischen BRD und DDR), zu vereinnahmen, letztes Jahr konnten sie unter dem Slogan „Damals wie heute: Alle Macht dem Volke!“ mit rund 100 Personen fast ungestört durch die Altstadt marschieren, was allerdings nur durch das harte Durchgreifen der Polizei gegen antifaschistische Aktivist_innen ermöglicht werden konnte. Gerade nach den Desastern am 16. Oktober in Leipzig und 19. Februar in Dresden für die Neofaschist_innen, versuchen die sächsische NPD und „Freie Kräfte“ diesen Tag als neuen Höhepunkt des rechtsradikalen Demojahres zu etablieren. Dieses Jahr wurde auch erstmals landesweit anstatt nur in Dresden und Umland mobilisiert, weshalb mit einer größeren Anzahl der Demoteilnehmenden zu rechnen ist. Im antieuropäischen Trend mitschwimmend, nutzen sie diesen Gedenkmarsch auch, um gegen die EU und finanzielle Hilfen für krisengeschwächte Länder zu hetzen. „Der deutsche Steuerzahler wird gezwungen, ein Moloch zu finanzieren, der unser Land wirtschaftlich, kulturell und geistig immer weiter aushöhlt,“1, ist dazu bei widerstand.info im Aufruf zu lesen. Damit ist als neue Ursache des „Volkstodes“ und allen Übels die EU identifiziert worden, wobei hier auch noch die historische Analogie zur Sowjet Union gefunden sein soll, sodass diese Aktion tatsächlich eine angebliche Verbindung zum historischen Ereignis zu bekommen scheint.
Deshalb heißt es, kommenden Freitag den Neonazis mit ihren menschenverachtenden Inhalten kreativ entgegentreten: bestenfalls den Aufmarsch verhindern, auf jeden Fall stören! Dabei kommt es auf jede einzelne Person an, wie sie agieren möchte; es sind jedoch bereits Kundgebungen von einem breiten Bündnis aus antifaschistischen Gruppen, Gewerkschaften und Parteien organisiert. Zu hoffen bleibt, dass sich dabei kritisch mit dem Volksbegriff und seiner Bedeutung für nationalistische, rassistische und (sozial-)chauvinistische Ideologien auseinander gesetzt wird und somit inhaltlich nicht die Reden von zehn Jahren antifaschistischem Engagements wiederholt werden, wie es bei den vergangenen Blockaden, bei denen ein großes Bündnis involviert war, oft der Fall war.
Die Route der Neofaschist_innen soll am Postplatz bei dem Denkmal für den Aufstand von 1953 um 18 Uhr beginnen.

Seid viele und seid bunt! Überlasst den Neonazis nicht die Straße, nicht in Dresden und jedem anderen Ort, weder am 17. Juni, noch an jedem anderen Tag!

Website des Bündnisses: https://dresden1706.noblogs.org/

1 http://www.widerstand.info/9985/17-06-2011-demonstration-dresden/

Nazis Blockieren! Heraus und auf nach Dresden!

Dresden-NazifreiDie endgültige Route der Nazis für morgen ist nun offiziell. Diese hätte für sie jedoch kaum ungünstiger ausfallen können. Sie zeigt absolut nicht die repräsentative Route, auf die sich die Nazis mit den Behörden geeinigt haben und im Vergleich mit dem Szenario eines Aufmarsches in Dresden-Ost (Prohlis, Reick) ist diese Route auch nicht all zu lang. Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, sammeln sich die Nazis um 15 Uhr am Hauptbahnhof und laufen dann durch das hauptsächlich alternativ geprägte Studentenviertel. Hauptbahnhof (Bayrische Straße) – Strehlener Straße – Ackermannstraße – Zellescher Weg – Fritz-Löffler-Straße – Hauptbahnhof.
Die Studenten nehmen die Herausforderung an und werden mit vielen weiteren Menschen dafür sorgen, dass der geplante Fackelmarsch zum Desaster wird. Es wird weiterhin zur angemeldeten Kundgebung an der Hochschulstraße, direkt vor der Hochschule für Technik und Wirtschaft mobilisiert. Das Verbot unsere Kundgebung ist uns egal! Prostest in Sicht- und Hörweite ist legitim und gerade in Dresden unglaublich wichtig. Der Fackelmarsch der Nazis lebt von den Elementen Licht und Stille – nehmen wir Ihnen dieses Ereignis! Wir rufen gemeinsam mit dem Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer!” unter dem Motto “Nicht lange fackeln!” dazu auf, den geschichtsverdrehenden Naziaufzug zu stören!

Auch der Mahngang „Täterspuren“ wird trotz Verbot des OVG Bautzens stattfinden!! Er wird wie geplant um 11 Uhr am Comeniusplatz starten, durch die Altstadt führen und voraussichtlich gegen 13.30 Uhr am Hauptbahnhof enden.

Des Weiteren richtet das Bündnis am UFA Kino (Kristallpalast) ab 14 Uhr einen Infopunkt ein, der auch als erster Anlaufpunkt für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Menschenkette dienen soll. Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen eine Teilnahme an Protesten in Hör- und Sichtweite zu ermöglichen.

Karte für den Mahngang Täterspuren:
hier
Karte der Naziroute für den 13. Februar:
hier
WAP-Handy-Ticker:
www.wap.dresden-nazifrei.com
Twitter:
www.twitter.com/dd_nazifrei
Aktionsradio:
UKW:98,4 & 99,3 (Coloradio)
13.2. ab 12 Uhr
19.2. ab 12 Uhr
Stream:www.coloradio.org
Infotelefon:
0351 41 88 99 70
Sanitelefon:
0177 5199242
Ermittlungsausschuss:
0351 89 960

Haltet euch auf dem laufenden bei:

dresden-nazifrei.com
no-pasaran.mobi
dresden1302.noblogs.org

Eingesendet: PM Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen“ – Matinee im Bürgerhaus Radeberg

Die Radeberger Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen“ führt ihre erste
öffentliche Veranstaltung anlässlich des Gedenktages für die Opfer des
Nationalsozialismus durch. Sie findet statt am

Sonnabend, dem 29. Januar 2011, Beginn 11:00 Uhr, Einlass ab 10.30 Uhr, Ende ca. 13:00 Uhr.

Im Jahr 2010 erlebte die Radeberger Öffentlichkeit Ereignisse, die
nachdenklich stimmen sollten. Störung des Festumzuges zum Bierstadtfest,
Gewalttätigkeiten von Neonazis, antijüdische und demokratiefeindliche
Schmierereien.
Im Kontrast dazu Projektarbeit von Schülerinnen und Schülern der Pestalozzi-Mittelschule, die Gedenkveranstaltung am Humboldt-Gymnasium und an der Gedenktafel für Charlotte Freche und Joseph-Paulin Michel am 29. April, die Anti-Nazi-Demonstration der über 300 Radebergerinnen und Radeberger mit Teilnehmern aus den Nachbarorten.

So zeigte das vergangene Jahr, wie wichtig lebendige Erinnerung ist. Wo sie verlorengeht, droht sich Geschichte zu wiederholen.

Für eine lebendige und für unser gegenwärtiges Leben hilfreiche Erinnerung und Kultur will die Bürgerinitiative in Radeberg und Umgebung wirken und präsentiert diese Matinee mit einer Podiumsdiskussion und Klezmermusik. Das interessierte Publikum wird ausdrücklich zur aktiven Teilnahme eingeladen.

Die Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen“, Radeberg

Dresden 2011: No Pasaran

Dresden-NazifreiDer Startschuss ist gefallen: seit einigen Tagen haben die Bündnisse „Dresden-Nazifrei“ und „No Pasaran“ ihre neue Kampagne „Dresden 2011 – Blockieren bis der Naziaufmarsch Geschichte ist!“ gestartet und ihre Aufrufe veröffentlicht. Denn auch für Februar 2011 planen die Neonazis ihr größtes Aufmarschevent in Dresden fortzusetzen. Ziel der beiden Bündnisse ist es, durch Blockaden, dies zu verhindern und mit dem so genannten Opfermythos sowie der reaktionären Dresdner Gedenkkultur aufzuräumen. Gemeinsam blockieren!

Etwas ungläubig schrieb die Dresdner Tagespresse über die Unterzeichner von Dresden-Nazifrei: da hätten selbst die Toten Hosen und die Beatsteaks unterzeichnet. Nicht nur das, es gibt auch ein schönes Zitat von Bela B.:

»Blockieren wir die Blockköpfe. Es bleibt ein unerträglicher Zustand, dass wieder Nazis durch Dresden marschieren wollen. Wenn die Politik sie nicht stoppt, stoppen wir sie mit unseren Mitteln. Sitzblockaden muss es geben, bis der Aufmarsch Geschichte ist!« (Bela B., Sänger und Schlagzeuger der Band Die Ärzte)

Schnell musste sich auch Oberbürgermeisterin Helma Orosz zum Thema äußern, auch wenn sie vielleicht lieber selbst den Zeitpunkt gewählt hätte um ihrerseits mit großer Geste ihre Pläne zu präsentieren: Man wolle die Menschenkette nun auch da machen, wo die Nazis sind, sprich: sicherheitshalber auf beiden Elbseiten. Da zeigt sich, dass das Bündnis bereits erreicht hat, dass die OB in die Pflicht gerät, auch ihren Teil zur Verhinderung der Naziaufmärsche beizutragen.

Wichtige Infos und Material:
Antifa-Bündnis „No Pasarán!“: Aufruf [PDF] | Material | Anreise
Bündnis „Dresden Nazifrei!“: Aufruf | Material | Blockaden



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