Archiv für April 2010

Radeberg: Gedenkveranstaltung für Charlotte Freche und Joseph Paulin Michel

Text?

Am 29. April 1945, wurden an dieser Stelle Charlotte Freche und Joseph Paulin Michel von der SS ermordet.
Diese Tat war brutale Konsequenz einer verbrecherischen Weltanschauung.
Die Würde des Menschen ist (un)antastbar.

Dies ist die Inschrift der Gedenktafel die 1998, initiiert von der AG Geschichte des Humboldt Gymnasium Radeberg angebracht wurde.
Organisiert von den Schüler_innen und Lehrer_innen des HGR, gedachten heute, 65 Jahre nach dem Mord an Charlotte Freche und Joseph Paulin Michel ca. 60 Menschen in stiller Atmosphäre. Während der Gedenkveranstaltung, in der auf die Geschichte der beiden Ermordeten sowie aktuelle Neonaziprobleme eingegangen wurde, sprachen Elke Richter (Schulleiterin), OB Gerhard Lemm, Herr Gärtig (Präsident der SBAB) und Anja Schöne (ehem. Schülerin). Begleitet von andächtiger Musik der Schüler_innen nahm mensch die verlesenen Grußworte der Schwester Charlottes noch intensiver wahr. Im Anschluss daran gingen die Teilnehmer gemeinsam zu Gedenktafel auf der Hauptstraße und bekamen die Möglichkeit Blumen niederzulegen. (mehr…)

1. Mai – Gemeinsame Anreise nach Berlin

Text?Wir haben beschlossen dieses Jahr am 1. Mai nach Berlin zu fahren, den Naziaufmarsch zu blockieren und danach die Krise zu beenden. Wer mitkommen möchte meldet sich hier: aardb@gmx.de

Rechter Übergriff in Dresden-Albertstadt

Am Freitag kam es in der Albertstadt zu einem Übergriff von vier mutmaßlichen Nazis auf einen Mitarbeiter des THW-Dresden. Nach Zeitungsangaben war der Student auf dem Weg zu einem abendlichen Ausbildungsdienst, als er kurz nach dem Besuch einer Edeka Filiale niedergeschlagen und verletzt wurde.

Nur wenige Minuten später waren die Täter in ihrem Auto auf der Stauffenbergallee von der Polizei angehalten und kontrolliert worden. Die vier waren auf dem Weg zur JVA Hammerweg, um einen an der Tat beteiligten Nazi zum Haftantritt zu bringen. Nach Aussage der Polizei störte sie ein durchgestrichenes Hakenkreuz an der Mütze des Studenten.

Inzwischen ermittelt der polizeiliche Staatsschutz nicht nur wegen Körperverletzung, sondern auch wegen Diebstahls, denn die Täter hatten in der Lebensmittelfiliale Lebensmittel, Fleisch und Bier gestohlen.

addn.me

Mobisong für Libertäre Tage

Heute entdeckt: eingegangen bei AnarchiaDD. Gerüchteweise soll dieser eine Produktion von „Kaffee und Kiffe“ und der „Sch.A.F. Dresden“ sein: Mobisong

Kleine Anfrage der Linkspartei über Aktivitäten der NPD in Sachsen im Jahr 2009

In einer kleinen Anfrage erkundigte sich Kerstin Köditz (Linke) über Aktivitäten der NPD in Sachsen im Jahr 2009. Es ist interressant zu sehen auf welche Gebiete sie sich fixiert hat.

Download hier

Libertäre Tage in Dresden

Text?Wie ihr sicher schon mitbekommen habt finden vom 1. bis zum 8. Mai unter dem Titel „Utopien Entdecken!“ die ersten Libertären Tage seit 1991 in Dresden statt.
Die Proteste am 13. Februar diesen Jahres haben gezeigt, dass in der sächsischen Provinzhauptstadt mehr möglich ist als mensch erwartet hätte. Nun soll es jedoch nicht bei bloßen Abwehrkämpfen bleiben sondern mit einer Woche Information und Aktion in die Offensive gehen. Geplant sind Workshops, Vorträge, Demonstrationen, Straßenfeste, Freilichtkinos, Konzerte, Partys, VoKüs und vieles mehr. Schwerpunkte sind dabei auf den Tag der Arbeit, den Tag der Arbeitslosen, den Tag der Befreiung und alternative/libertäre (Lebens-)Konzepte legen.

Mit den Libertären Tagen sollen die regionalen Nazistrukturen und die konservative Stadtregierung unter Druck gesetzt , eigene politische Kampagnen vorangebracht (z.B. die Forderung nach einem neuen Hausprojekt), bei der Dresdner Bevölkerung weiterhin die Berührungsängste für libertäre Ideen gemindert, auf die Probleme in der Stadt hingewiesen und sich untereinander vernetzt werden.

Auf UTOPIENENTDECKEN.BLOGSPORT.DE werdet ihr auf dem laufenden gehalten.

Wir freuen uns drauf!!

Leidensort von V. Klemperer markiert

Text?Anfang dieser Woche wurde in der Dresdner Caspar-David-Friedrich-Straße 15 der ehemalige Leidensort von Victor Klemperer mit einer Sprühaktion kenntlich gemacht. Victor Klemperer war ein Dresdner Germanist jüdischer Herkunft, der im Nationalsozialismus verfolgt wurde und nur durch viel Glück und Zufall überlebte. Berühmt sind seine Tagebücher und sein Werk „Lingua Tertii Imperii“, in dem er die Sprache des „Dritten Reiches“ analysiert. Beides eine unbedingte Leseempfehlung! (mehr…)

Gedenken an Jorge Gomondai

Am 6. April 1991 verstarb der Mosambikaner Jorge Gomondai in einem Dresdener Krankenhaus. 7 Tage zuvor, in der Nacht zum Ostersonntag, fuhr er in einer Straßenbahn durch die Dresdner Neustadt. Es war 4 Uhr Nachts als eine Gruppe von ca. 14 erkennbar rechtsgerichteten Jugendlichen den gleichen Wagen betrat. Sofort nach dem Einsteigen wurde Gomondai von einigen Jugendlichen aus der Gruppe rassistisch beleidigt und angegriffen. Etwa 150 Meter nach Verlassen der Haltestelle bemerkte die Straßenbahnfahrerin, dass während der Fahrt im letzten Wagen eine Tür geöffnet wurde. Sie bremste die Bahn ab, stieg aus und fand Jorge Gomondai neben den Gleisen blutend am Boden liegen. Ein zufällig vorbei fahrendes Taxi hielt ebenfalls am Tatort an. Während der Taxifahrer die Polizei verständigte, leisteten die beiden Insassinnen Erste Hilfe. Jorge Gomondai wurde sofort in die Medizinische Akademie Dresden gebracht und mehrmals operiert. Der damals 28-jährige wachte jedoch nicht mehr aus der Bewusstlosigkeit auf.

Gestern, am 6. April 2010 nahmen über 300 Teilnehmer an einer Demonstration zum Gedenken an den von Nazis ermordeten Jorge Gomondai teil. Im Anschluss an die offizielle Gedenkkundgebung am Jorge-Gomondai-Platz, bei welcher Marita Schieferdecker-Adolph – Ausländerbeauftragte von Dresden, Marianne Thum – Opferberatung der RAA, Emiliano Chaimite – Afropa e.V. und Victor Vincze – Referent Ausländischer Studierender (übernahm gleichzeitig die Moderation) sprachen, rief der AK Antifa im libertären Netzwerk Dresden zu einer antirassistischen Demo auf. (mehr…)




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