Nazikundgebung am 17. Juni in DD (Update 11.Juni)

Am 17. Juni wollen Dresdner Nazis wie in den vergangenen Jahren auch versuchen, den Jahrestag des so genannten “Volksaufstandes” in der ehemaligen DDR für sich zu instrumentalisieren.

Vor 57 Jahren hatten hunderttausende Bürgerinnen und Bürger auf die vom ZK der SED beschlossene Erhöhung der Arbeitsnormen um 10% mit Demonstrationen und Streiks in über hundert Orten der sowjetischen Besatzungszone reagiert. Die Behörden reagierten auf die Proteste mit der Verhängung des Ausnahmezustandes für Teile der ehemaligen DDR und entsendeten fast 20.000 Soldaten und 8.000 Angehörigen der Volkspolizei.

Bei den anschließenden Auseinandersetzungen zwischen Protestierenden und den Sicherheitskräften kamen mindestens 55 Menschen ums Leben, mehr als 2.000 Menschen wurden in den folgenden Wochen verhaftet und zum Teil für längere Zeit inhaftiert.

In den letzten Jahren (2008 | 2009) hatten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Dresden gemeinsam mit Landtagsabgeordneten der NPD und Mitgliedern des Nationalen Bündnisses vor einem von einer Dresdner Künstlerin entworfenen Mahnmal aus Panzerketten auf dem Postplatz den Opfern des 17. Juni gedacht und Kränze niedergelegt.

Der AK Antifa Dresden ruft dieses Jahr zu Gegenaktivitäten auf!
Donnerstag, 17. Juni 2010
17:00 Uhr am Postplatz

Aufruf zur Gegenkundgebung auf dem Postplatz

Am Abend des 17. Juni wollen wir entschlossen und kreativ gegen den geplanten Neonaziaufmarsch auf dem Postplatz in Dresden vorgehen.

Regionale Neonazis wollen dort unter dem Motto „Damals wie heute: Alle Macht dem Volke!“ anlässlich des Arbeiteraufstands von 1953 demonstrieren. Dazu wird nicht nur in den Kreisen des NPD KV Dresden mobilisiert, sondern auch im regionalen Spektrum der so genannten „Freien Kräfte“.
Es kann also davon ausgegangen werden, dass sich am Postplatz neben den altbekannten NPD-Kadern und -AktivistInnen auch eine Vielzahl der militanten und gewalttätigen Dresdner Neonazis einfinden werden.

Ein so genannter „Dresdner Aktionskreis 17. Juni 1953″ ruft zu der Veranstaltung auf. In der üblichen neonazistischen Manier versuchen sie den Aufstand von 1953 heute in ihre ideologischen Denkmuster zu integrieren und hier eine Brücke zu schlagen zu aktuellen sozialen Mißständen und der vermeintlichen Unterdrückung sowie Unterversorgung des „deutschen Volkes“.

Wir sind nicht willens, Neonazis unter welchem Motto auch immer, demonstrieren zu lassen. Daher rufen wir dazu auf, am 17. Juni gegen den Neonazi-Aufmarsch zu demonstrieren.
Dabei teilen wir den Aktionskonsens, mit dem schon zum 13. Februar der Neonazi-Großaufmarsch verhindert werden konnte. „Von uns wird keine Eskalation ausgehen. Wir sind solidarisch mit allen, die mit uns das Ziel teilen, den Naziaufmarsch zu verhindern.“

Die Neonazis wollen sich um 18.30 Uhr an der Panzerkette auf dem Postplatz treffen und um 19 Uhr beginnen.

Schon um 17 Uhr treffen wir uns zur Kundgebung auf dem Postplatz.

Damals wie heute: (Neo-)Nazis bieten keine Alternativen!
Immer: Neonazis entschlossen entgegentreten!

AK Antifa Dresden, Gruppe Antifa Dresden, Dresdner Teil des Bündnis „Nazifrei – Dresden stellt sich quer“, antifaschistische Einzelpersonen

PS: Achtet darauf, dass die Neonazis auch in kleineren Gruppen durch die Innenstadt zu ihrem Treffpunkt gehen werden.

AK Antifa Dresden
addn.me

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • del.icio.us
  • email




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: