Archiv für August 2010

Erfolgreiche Antifa Demo am 28.08. in Radeberg

AuftaktkundgebungLetzten Sonnabend fand in Radeberg eine Demonstration unter dem Motto „No Nazis in Radeberg und Anderswo!“ statt. Dem Aufruf der Autonomen Antifa Radeberg (AARDB) folgten 350 Menschen.

Anlass dafür, gaben die in den letzten Jahren stark zugenommen Naziaktivitäten in der Stadt.

Team Green verzögerte den Beginn jedoch durch völlig überzogene Vorkontrollen. Viele DemonstrantInnen mussten wegen einem Verbot von Stahlkappenschuhen, teilweise im Regen, barfuß laufen. Minderjährigen wurde die Teilnahme an der Versammlung verwehrt. Und da der Klapptisch der AARDB beschlagnahmt wurde (gefährlicher Gegenstand), konnte leider auch kein Infostand aufgestellt werden.

Gegen 13.30 Uhr startete dann die Demonstration kraftvoll vom Bahnhof, vorbei an einschlägigen Nazitreffpunkten und dem Wohnsitz des NPD Stadtrates Simon Richter zum Marktplatz. Auf dem Weg dorthin sah mensch immer wieder, von Balkonen und Fenstern aus, fotografierende Nazis. Im Hausflur Simon Richters, standen gut ein Dutzend vermummter „Autonomer“ Nationalisten. Die Polizei blockierte jedoch die Tür, während die Demonstration vorbei zog.
Auf der Zwischenkundgebung am Markt, sprach neben der AARDB auch OB Gerhard Lemm, welcher sich klar gegen jede Form rechten Gedankenguts positionierte und gleichzeitig Kritik an Thomas Israel (CDU Stadtrat) aussprach. Israel äußerte sich zwei Tage zuvor in der Sächsischen Zeitung gegen jede Zusammenarbeit mit antifaschistischen Gruppen „Wir sollten uns nicht der linken Extremisten bedienen, um mit ihnen gegen rechte Extremisten zu demonstrieren“.
Auf dem Rückweg zum Bahnhof gab es noch eine zweite kurze Zwischenkundgebung mit einem Redebeitrag vom VVN BdA. Dieser verwies auf die benachbarte Gedenkstätte für Opfer des Naziregimes, welche in den letzten Jahren oft geschändet wurde.
Im weiteren Verlauf der Route kam es am Kaiserhof zu einem Störversuch eines Nazimobs von ca. 20 FaschistInnen, welcher schnell, von der auch anwesenden Polizeireiterstaffel zerstreut wurden. Die Route wurde in Richtung Bahnhof fortgesetzt, wo sich die Demonstration nach ein paar abschließenden Worten auflöste.

Gegen 15.30 Uhr versammelten sich noch einmal etwa 15 FaschistInnen vor dem Bürgerbüro der Linken und bedrohten die dort Anwesenden Antifaschistischen. Diese riefen die Polizei, welche die Personalien aller Nazis aufnahm.

Abschließend ist zu sagen, dass es sehr erfreulich ist, dass so viele Menschen ins Dresdner Hinterland gefunden haben, um endlich ein Zeichen gegen Rechts zu setzen. Daran muss in nächster Zeit angeknüpft werden, bis auch der/die Letzte verstanden hat: Ohne Nazis sind alle froh – in Radeberg und Anderswo! (mehr…)

Brandanschlag 3.0 in Dresden

Text?Auf dem Hechtfest konnte dieses Wochenende die neueste Kollektion von Thor Steinar und Eric and Sons begutachtet werden. Vereinzelt soll es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Zahlreiche Nazis schwirrten durch die mit feiernden Leuten gefüllten Straßen doch diese sahen scheinbar keinen handlungsbedarf. Warum auch. Dresden wird ja schließlich dieser Tage nur fast täglich von rechts motivierten Übergriffen beglückt. Das neueste Ereigniss ist ein Brandanschlag auf eine jüdische Friedhofsanlage. In Dresden Johannstadt zündeten Unbekannte die Eingangstür einer Begräbnishalle an. ein Übergreifen der Flammen auf die ehemalige Synagoge auf selbigem Gelände, konnte dank Hilfe der Feuerwehr verhindert werden. (mehr…)

Mit dem Zug zur Antifademo nach Radeberg

Text?Von Dresden aus wird es am 28. August eine gemeinsame Anreise mit dem Zug geben.
Abfahrt: Dresdner Hauptbahnhof – 11:52 Uhr – Gleis 9
Neustädter Bahnhof – 12:07 – Gleis 9

AK Antifa Dresden

Zweiter Brandanschlag innerhalb von einer Woche in Dresden

Text?Unbekannte warfen am Morgen des 24. August einen Brandsatz in ein alternatives Wohnprojekt in Dresden-Pieschen. Dieses wurde in der Vergangenheit immer wieder Ziel von rechten Angriffen. Zu der Zeit hing an der Außenfassade ein Transparent, welches sich mit dem wenige Tage zuvor angegriffenen alternativen Wohnprojekt “Praxis” in Löbtau solidarisch zeigte.

Nur dem Zufall war es zu verdanken, dass die Flasche, die für den Brandsatz genutzt wurde, nicht zerbrach. Die durch das Einschlagen aufgewachte Person konnte schnell eingreifen und das Feuer löschen, so dass schlimmeres verhindert wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (mehr…)

Brandanschlag auf Wohnprojekt in Dresden-Löbtau

Text?Bisher Unbekannte haben in der Nacht zum 19. August versucht, ein Wohnprojekt in Löbtau in Brand zu stecken. Das Haus ist vermutlich nicht ohne Grund ausgewählt worden. Das alternative Hausprojekt “Praxis” war in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Angriffe. Erst Anfang der Woche, in der Nacht zum 17. August, wurde ein Fenster mit einer Mülltonne eingeworfen. Am 20. April waren in der Umgebung Hakenkreuze und “Smash Antifa” Sprühereien aufgetaucht. Auch im Kontext des 13. Februars kam es zu Angriffsversuchen auf das Haus. (mehr…)

Neonazis marschierten beim Festumzug zum Stadtfest

Radeberg. Eine kleine Stadt in der Nähe von Dresden, die vor allem für ihr Bier bekannt ist. Dieser Bierkult wird einmal im Jahr mit einem drei tägigen Fest gehuldigt – dem Bierstadtfest. Den Höhepunkt fand dieses Spektakel letzten Sonntag, den 08. August in einem großen Festumzug von der Radeberger Brauerei zum Markt. Neben vielen lokalen Vereinen, Verbänden und dem OB Gerhard Lemm (SPD), beteiligten sich dieses Jahr auch 6-7 Neonazis (u. A. auch Radeberger NPD Stadtrat Simon Richter) unangemeldet an dem Umzug. Etwa 50 Meter hinter dem Stadtoberhaupt trugen sie ein Transparent mit der Aufschrift „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ spazieren und verteilten eifrig Flugblätter mit weiteren demokratiefeindlichen Äußerungen und der Forderung nach „Nationalen Sozialismus“. Dieser „Sozialismus“ der Nazis jedoch, predigt die Selbe Ideologie des Kapitalismus, vom Wettbewerb und Chancengleichheit à la „wer sich anstrengt, kann es auch schaffen“ (also das Gutheißen des Kampfes Jeder gegen Jeden). In Nazi-Logik heißt dies „das Recht des Stärkeren“. Eben diesen Konkurrenzgedanken heben Nazis lediglich auf eine internationale Ebene. In ihrem „Sozialismus“ kämpfen nicht die Einzelnen ums Überleben, sondern die „Völker“. Das hat natürlich nichts mit Sozialismus zu tun. Es ist eine kapitalistische Logik, nur eben auf Ethnien bezogen, mit den bekannten rassistischen, kriegerischen und vernichtenden Konsequenzen. Ihr krankes rassistisches Weltbild ergänzen sie also noch mit einer höchst einfältigen Kapitalismuskritik. (mehr…)




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