Archiv für Juni 2013

Nazis am 17.06. blockieren!

17. Juni DresdenFür den Montag mobilisiert die NPD erneut unter dem Motto: “Heimat bewahren – Souveränität schaffen” zu einer Demonstration nach Dresden. Nach dem zum wiederholten Mal gescheiterten Aufmarsch am 13. Februar, gilt die Demonstration am 17. Juni für die lokale Naziszene als eine der letzten kontinuierlichen Veranstaltungen in der Stadt. Obwohl die Demonstrationen in den vergangenen Jahren trotz zivilgesellschaftlicher und antifaschistischer Proteste nahezu ungestört durchgeführt werden konnten, war die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der rechten Veranstaltung in Erinnerung an den so genannten “Volksaufstand” im letzten Jahr sogar leicht rückläufig. Als offizieller Treffpunkt der Nazis gilt ab 18 Uhr der Postplatz im Zentrum der Stadt. Vor einem Jahr waren die etwa 230 Nazis von dort aus über die Budapester Straße, Ammonstraße und Freiberger Straße wieder zurück zum Postplatz gezogen. Dabei wurde der Marsch von fast 900 Einsatzkräften der Polizei begleitet, die einen Protest in unmittelbarer Nähe zur Demonstration fast unmöglich machten und mit Pfefferspray und Schlagstöcken gewaltsam gegen protestierende Menschen vorgingen.

Nachdem die Nazis in der Vergangenheit an den offiziellen Gedenkveranstaltungen der Stadt direkt am Mahnmal “Panzerkette” auf dem Dresdner Postplatz teilgenommen hatten, findet das eigentliche Gedenken an die Ereignisse vor 60 Jahren am Montag ab 17 Uhr im Festsaal der Dreikönigskirche ein Programm unter dem Motto: “Die vergessene Revolution? – Der 17. Juni 1953 in Dresden” statt. Darin soll an die Hintergründe des Tages erinnert werden, der “ebenso wie der 8. Oktober 1989 als Symbol für den Kampf um Demokratie und Freiheit in Dresden” stehen soll. Aus dem gleichen Grund hat die Dresdner CDU eine Postkartenkampagne gestartet, in der an “den Mut und den Freiheitswillen der Demonstranten” erinnert werden soll, “für Freiheit, Gerechtigkeit und ein besseres Leben” auf die Straße zu gehen. Ziel dieser Aktion ist es nach Ansicht des CDU-Fraktionssprechers für Erinnerungskultur, Sebastian Kieslich, das Gedenken “noch stärker” in der Dresdner Erinnerungskultur zu etablieren.

Geplante Route der Nazis (mehr…)




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