Archiv für August 2013

Bericht vom Treffen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen in Radeberg

FdA-Treffen 2013 RadebergVom 5. bis 7. Juli 2013 fanden sich die Gruppen der Föderation deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) zu einem der drei jährlichen Treffen zusammen. Ausgerichtet wurde das Treffen dieses Mal vom Libertären Netzwerk Dresden, das damit bereits zum zweiten Mal nach 2011 die FdA-Versammlung bei sich begrüßen konnte.

Das Libertäre Netzwerk Dresden entstand im Jahre 2009 als Zusammenschluss verschiedener libertär-politischer Gruppen und Initiativen. Zu seiner Hochzeit deckte das Netzwerk in seiner Tätigkeit viele Themengebiete ab. So gab es eine Freiraumgruppe, eine Antifagruppe, eine Schüler*innenvernetzung mit der Zeitung Freidruck, ein Hausprojekt, eine Tierrechtsgruppe, den AK Freizeit, eine Gruppe zur gemeinsamen Freizeitgestaltung, eine psychiatriekritische Gruppe und nicht zuletzt das lokale Syndikat der FAU. Die Gruppen profitierten von Austausch, Know-how-Weitergabe und geteilten Ressourcen. Im Jahre 2011 schloss sich das Netzwerk dem damaligen Forum deutschsprachiger Anarchist*innen (FdA) an und motivierte überregional Anarchist*innen sich an dem Projekt einer Föderation im deutschsprachigen Raum zu beteiligen. Während die FdA seit dem in einer positiven Dynamik begriffen ist, befindet sich das Libertäre Netzwerk in einer Krise, mit der sich im letzten Jahr bereits in der Gaidao auseinandergesetzt wurde. Zur Zeit sind nur noch wenige Gruppen im Netzwerk föderiert und es finden keine Plena mehr statt.

Das FdA-Treffen fand in der Kleinstadt Radeberg im Nordosten Dresdens statt, da dort lokale Aktivist*innen der nicht zur FdA gehörigen Autonomen Antifa Radeberg (aARdb) über geeignete Räumlichkeiten verfügen. Immerhin war es die bis jetzt größte Zusammenkunft und internationale (antinationale ;) ) Gäste wurden erwartet. Zudem wünschte man sich eine gemeinsame Abendgestaltung, um dem Kennlernen und Diskutieren außerhalb der Plena Raum zu bieten.

Insgesamt nahmen an dem Treffen knapp 50 Personen teil. Darunter Aktivist*innen der FAO (Anarchistische Föderation aus Slowenien), der CSAF (Anarchistische Föderation aus Tschechien/Slowakei), der Organisierten Anachist*innen Finsterwalde, der Gruppe e*vibes aus Dresden und einer anarchistischen Gruppe im Aufbau aus Cottbus. Zusammen waren diesmal fast mehr Gäste als Mitglieder der in der FdA föderierten Gruppen anwesend. Möglich wurden solche Treffen, die ihren Fokus verstärkt auf Austausch und Ideenentwicklung legen, durch die Entfernung der Beschlussfindung von den Treffen. Beschlüsse werden seit dem Frühjahr ausschließlich und jederzeit mit festgelegten Fristen über unsere elektronischen Kommunikationsmittel gefasst. Zudem besteht eine neue Möglichkeit der festen Zusammenarbeit mit der FdA ohne formellen Beitritt und interne Mitarbeit: das sog. „assoziierte Projekt“. Assoziierte Projekte sind zu den FdA-Treffen eingeladen, teilen Ressourcen mit der FdA und berichten von ihren Tätigkeiten. Diese Form der Partizipation eignet sich vor allem für nicht als klassische “Politgruppe” aktive Initiativen, wie Hausprojekte, Kollektivbetriebe oder Infoläden, die eine aktive Mitarbeit in der FdA nicht leisten können oder ideologisch gemischtere Gruppen mit speziellem Themenbezug, die sich nicht zu stark auf Anarchismus festlegen wollen. (mehr…)




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