Archiv der Kategorie 'Nazis'

Nazis Blockieren! Heraus und auf nach Dresden!

Dresden-NazifreiDie endgültige Route der Nazis für morgen ist nun offiziell. Diese hätte für sie jedoch kaum ungünstiger ausfallen können. Sie zeigt absolut nicht die repräsentative Route, auf die sich die Nazis mit den Behörden geeinigt haben und im Vergleich mit dem Szenario eines Aufmarsches in Dresden-Ost (Prohlis, Reick) ist diese Route auch nicht all zu lang. Wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten, sammeln sich die Nazis um 15 Uhr am Hauptbahnhof und laufen dann durch das hauptsächlich alternativ geprägte Studentenviertel. Hauptbahnhof (Bayrische Straße) – Strehlener Straße – Ackermannstraße – Zellescher Weg – Fritz-Löffler-Straße – Hauptbahnhof.
Die Studenten nehmen die Herausforderung an und werden mit vielen weiteren Menschen dafür sorgen, dass der geplante Fackelmarsch zum Desaster wird. Es wird weiterhin zur angemeldeten Kundgebung an der Hochschulstraße, direkt vor der Hochschule für Technik und Wirtschaft mobilisiert. Das Verbot unsere Kundgebung ist uns egal! Prostest in Sicht- und Hörweite ist legitim und gerade in Dresden unglaublich wichtig. Der Fackelmarsch der Nazis lebt von den Elementen Licht und Stille – nehmen wir Ihnen dieses Ereignis! Wir rufen gemeinsam mit dem Bündnis “Nazifrei – Dresden stellt sich quer!” unter dem Motto “Nicht lange fackeln!” dazu auf, den geschichtsverdrehenden Naziaufzug zu stören!

Auch der Mahngang „Täterspuren“ wird trotz Verbot des OVG Bautzens stattfinden!! Er wird wie geplant um 11 Uhr am Comeniusplatz starten, durch die Altstadt führen und voraussichtlich gegen 13.30 Uhr am Hauptbahnhof enden.

Des Weiteren richtet das Bündnis am UFA Kino (Kristallpalast) ab 14 Uhr einen Infopunkt ein, der auch als erster Anlaufpunkt für alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Menschenkette dienen soll. Das Ziel ist es, möglichst vielen Menschen eine Teilnahme an Protesten in Hör- und Sichtweite zu ermöglichen.

Karte für den Mahngang Täterspuren:
hier
Karte der Naziroute für den 13. Februar:
hier
WAP-Handy-Ticker:
www.wap.dresden-nazifrei.com
Twitter:
www.twitter.com/dd_nazifrei
Aktionsradio:
UKW:98,4 & 99,3 (Coloradio)
13.2. ab 12 Uhr
19.2. ab 12 Uhr
Stream:www.coloradio.org
Infotelefon:
0351 41 88 99 70
Sanitelefon:
0177 5199242
Ermittlungsausschuss:
0351 89 960

Haltet euch auf dem laufenden bei:

dresden-nazifrei.com
no-pasaran.mobi
dresden1302.noblogs.org

DD: Rechte Übergriffe am Wochenende

Wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilte, kam es am vergangenen Wochenende in Dresden zu zwei Übergriffen durch Nazis. So griff in der Nacht auf Samstag eine Gruppe von vier bis fünf Männern im Hechtviertel zwei Pärchen an, nachdem diese eine Bar in der Helgolandstraße verlassen hatten. Dabei wurden zwei der Opfer leicht verletzt, die Täter flüchteten in unbekannte Richtung.

Wenige Stunden später versammelten sich nach Polizeiangaben auf dem Striezelmarkt etwa 25 Personen aus dem rechten Spektrum. Sie entrollten ein Spruchband und stellten zwei Holzkreuze auf. Nach dem Eintreffen der Polizei, löste sich die Gruppe auf und entfernte sich in unterschiedliche Richtungen.

In den frühen Abendstunden nahmen Beamte schließlich drei junge Männer fest, die in der Innenstadt randaliert und einen 38jährigen Passanten angegriffen hatten. Zuvor waren die drei Männer im Alter von 18, 18 und 21 Jahren Zeugen in einer Straßenbahn aufgefallen, als sie mehrfach rechte Parolen skandiert hatten.

Quelle: Alternative Dresden News

Limbach-Oberfrohna: Wenn es die Punks nicht geben würde…

Limbach-OberfrohnaNachdem vor gut einer Woche das Vereinsgebäude des alternativen Vereins „Soziale und Politische Bildungsvereinigung Limbach-Oberfrohna“ von Neonazis mit Brandsätzen angegriffen wurde, beteiligten sich gestern 160 Menschen in Limbach-Oberfrohna an einer Demo die sich gegen neonazistische Gewalt wendete.

Die letzte Demo in Limbach-Oberfrohna liegt ein knappes dreiviertel Jahr zurück, damals ging man auch gegen rechte Gewalt auf die Straße. Der Verein „Soziale und Politische Bildungsvereinigung“ wurde vor einigen Jahren als Antwort auf ständig steigende neonazistische Aktivitäten gegründet.

Nach dem Brandanschlag erfuhr man viel in den regionalen und überregionalen Medien über die Verhältnisse vor Ort. Dass diese Zustände nicht erst seit gestern herrschen kommt jetzt manchmal zur Sprache, zu groß ist das Erschrecken über deutsche Normalität.

Limbach-Oberfrohna ist eine normale Stadt, nicht besonders auffällig tönte es noch vor kurzen von der Polizei. Besondere Auffälligkeiten in Bezug auf eine Rechte Szene gäbe es nicht. Die ausufernde Gewalt gegen alternative und linke Jugendliche wurden als alltägliche unpolitische Schlägereien von den Verantwortlichen in der Stadt dargestellt. Laut Oberbürgermeister müssen die Jugendlichen nur mal miteinander reden.

Was ist hier eigentlich los? (mehr…)

Leipzig: Rassistischer Mord?

LeipzigAm Sonntagmorgen wurde der 19 Jährige Iraker Kamal K. vor dem Leipziger Hauptbahnhof von zwei Männern ermordet. Die Täter Daniel K. (28) und Marcus E. (32) hielten sich in der Parkanlage vor dem Bahnhof auf, als Kamal, eine Freundin von ihm und eine weitere Person die Anlage durchquerten. Daniel K. und Marcus E. begannen daraufhin die Gruppe zu beschimpfen. Bei der Auseinandersetzung stürzten sich beide auf Kamal, welcher kurz darauf mit einer tiefen Schnittwunde im Bauch zusammenbrach. Beide Täter wurden erst in diesem Jahr aus dem Gefängnis entlassen. Dort saßen sie wegen schwerer Körperverletzung und Vergewaltigung ein. Beide Männer wurden nun dem Haftrichter vorgeführt. Dazu schreibt die LVZ:

„Das Tatmotiv sei nach wie vor unklar, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, am Montagabend. Die Ermittlungen würden weiter in alle Richtungen laufen. Dies betrifft auch Vermutungen, die Messerattacke der beiden Männer auf den jungen Iraker könnte ausländerfeindliche Hintergründe haben. „Wir haben dafür bisher keine Anhaltspunkte“, sagte Schulz. Die beiden Beschuldigten haben sich zum Tatvorwurf bisher nicht geäußert.“

Allerdings, so die LVZ, sei einer der beiden Männer bereits vor ein paar Jahren wegen rechtsextremer Tätigkeiten aufgefallen. Zudem trug einer der beiden Männer bei der Festnahme einen Pullover über dem Gesicht mit der Aufschrift: „Kick off Antifascism“. (Fotos: bild.de)

Unklar ist bis jetzt jedoch, ob sich Täter und Opfer im Vorfeld bereits kannten, denn auch Kamal K. ist wegen Körperverletzung aktenkundig gewesen.

Dass es sich bei diesem Mord um ein rassistisches Motiv handelt und nicht um private Streitereien wird zu beweisen sein, die Fakten sprechen aber dafür.

Quelle: Indymedia

Keine Zukunft für Nazis in Leipzig

Am heutigen Nachmittag planten (Neo)nazis mehrere Propagandaaufmärsche in Leipzig durchzuführen und damit ihr angebliches „Recht auf Zukunft“, einer völkischen, rassistischen und antisemitischen Zukunft, einzufordern. Dazu hatten die lokalen (neo)nazistischen Akteure vier Veranstaltungen angemeldet, die von Sammelpunkten im Norden (Wahren), Westen (Plagwitz) und Süden (Probstheida) sternmarschartig zum Innenstadtring geführt werden sollten.

Aufgrund der zahlreichen ebenfalls angemeldeten Gegenveranstaltungen machten die Behörden den (Neo)nazis jedoch schon im Vorfeld einen Strich durch die Rechnung. Der Südaufmarsch wurde verboten und als Ersatz für die drei anderen Aufzüge nur eine stationäre Kundgebung an der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofs gestattet.

Zumindest im Fall des Nordmarsches versuchten die (Neo)nazis dann gerichtlich ein Recht zum aufmarschieren zu erkämpfen, scheiterten aber vor den Instanzen der Verwaltungsgerichte.

Am Vormittag fanden sich jedoch trotzdem ungefähr hundert Antifaschist_innen am geplanten Aufmarschpunkt im Norden, genauer gesagt in der Georg-Schumann-Straße, ein, um eventuell auf eine für die (Neo)nazis günstige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes schnell reagieren zu können. Die fiel aber nicht, so dass die von der Bereitschaftspolizei aufgestellten Wasserwerfer und Räumpanzer nicht eingesetzt wurden. Die antifaschistischen Gegendemonstrant_innen formierten sich dann stattdessen zu einer Spontandemonstration und liefen Richtung Innenstadt.

An der Ostseite des Leipziger Hauptbahnhofes sammelten sich derweil, geschützt durch eine „Wagenburg“ aus Einsatzwagen der Polizei sowie hunderten Beamt_innen, ungefähr 200 (Neo)nazis um den Leipziger Stützpunktleiter der „Junge Nationaldemokraten“ (JN) und Aufmarschanmelder, Tommy Naumann.

Trotz Lautsprecherwagen konnte diese Kundgebung jedoch bei weiten nicht die Kraft entfalten, welche die Veranstalter_innen möglicherweise erhofften. Umzingelt von tausenden von Gegendemonstrant_innen und durchnässt vom Dauerregen boten die (Neo)nazis nur ein erbärmliches Bild.

Letztendlich war es ihn wieder nicht gelungen im großen Stile in Leipzig aufzumarschieren. Auch die bestätigten, kurzzeitigen taktischen (neo)nazistischen Spontanaufmärsche in Halle/Saale und Geithain können nicht über die strategische Niederlage in Leipzig – das Konzept Sternmarsch ist gescheitert – hinwegtäuschen.

Für Nazis gibt es keine Zukunft.

Bilder und Text auf www.westhavelland.wordpress.com

Brandanschlag 3.0 in Dresden

Text?Auf dem Hechtfest konnte dieses Wochenende die neueste Kollektion von Thor Steinar und Eric and Sons begutachtet werden. Vereinzelt soll es zu handfesten Auseinandersetzungen gekommen sein. Zahlreiche Nazis schwirrten durch die mit feiernden Leuten gefüllten Straßen doch diese sahen scheinbar keinen handlungsbedarf. Warum auch. Dresden wird ja schließlich dieser Tage nur fast täglich von rechts motivierten Übergriffen beglückt. Das neueste Ereigniss ist ein Brandanschlag auf eine jüdische Friedhofsanlage. In Dresden Johannstadt zündeten Unbekannte die Eingangstür einer Begräbnishalle an. ein Übergreifen der Flammen auf die ehemalige Synagoge auf selbigem Gelände, konnte dank Hilfe der Feuerwehr verhindert werden. (mehr…)

Zweiter Brandanschlag innerhalb von einer Woche in Dresden

Text?Unbekannte warfen am Morgen des 24. August einen Brandsatz in ein alternatives Wohnprojekt in Dresden-Pieschen. Dieses wurde in der Vergangenheit immer wieder Ziel von rechten Angriffen. Zu der Zeit hing an der Außenfassade ein Transparent, welches sich mit dem wenige Tage zuvor angegriffenen alternativen Wohnprojekt “Praxis” in Löbtau solidarisch zeigte.

Nur dem Zufall war es zu verdanken, dass die Flasche, die für den Brandsatz genutzt wurde, nicht zerbrach. Die durch das Einschlagen aufgewachte Person konnte schnell eingreifen und das Feuer löschen, so dass schlimmeres verhindert wurde. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (mehr…)

Brandanschlag auf Wohnprojekt in Dresden-Löbtau

Text?Bisher Unbekannte haben in der Nacht zum 19. August versucht, ein Wohnprojekt in Löbtau in Brand zu stecken. Das Haus ist vermutlich nicht ohne Grund ausgewählt worden. Das alternative Hausprojekt “Praxis” war in der Vergangenheit mehrfach Ziel rechter Angriffe. Erst Anfang der Woche, in der Nacht zum 17. August, wurde ein Fenster mit einer Mülltonne eingeworfen. Am 20. April waren in der Umgebung Hakenkreuze und “Smash Antifa” Sprühereien aufgetaucht. Auch im Kontext des 13. Februars kam es zu Angriffsversuchen auf das Haus. (mehr…)

Neonazis marschierten beim Festumzug zum Stadtfest

Radeberg. Eine kleine Stadt in der Nähe von Dresden, die vor allem für ihr Bier bekannt ist. Dieser Bierkult wird einmal im Jahr mit einem drei tägigen Fest gehuldigt – dem Bierstadtfest. Den Höhepunkt fand dieses Spektakel letzten Sonntag, den 08. August in einem großen Festumzug von der Radeberger Brauerei zum Markt. Neben vielen lokalen Vereinen, Verbänden und dem OB Gerhard Lemm (SPD), beteiligten sich dieses Jahr auch 6-7 Neonazis (u. A. auch Radeberger NPD Stadtrat Simon Richter) unangemeldet an dem Umzug. Etwa 50 Meter hinter dem Stadtoberhaupt trugen sie ein Transparent mit der Aufschrift „Die Demokraten bringen uns den Volkstod“ spazieren und verteilten eifrig Flugblätter mit weiteren demokratiefeindlichen Äußerungen und der Forderung nach „Nationalen Sozialismus“. Dieser „Sozialismus“ der Nazis jedoch, predigt die Selbe Ideologie des Kapitalismus, vom Wettbewerb und Chancengleichheit à la „wer sich anstrengt, kann es auch schaffen“ (also das Gutheißen des Kampfes Jeder gegen Jeden). In Nazi-Logik heißt dies „das Recht des Stärkeren“. Eben diesen Konkurrenzgedanken heben Nazis lediglich auf eine internationale Ebene. In ihrem „Sozialismus“ kämpfen nicht die Einzelnen ums Überleben, sondern die „Völker“. Das hat natürlich nichts mit Sozialismus zu tun. Es ist eine kapitalistische Logik, nur eben auf Ethnien bezogen, mit den bekannten rassistischen, kriegerischen und vernichtenden Konsequenzen. Ihr krankes rassistisches Weltbild ergänzen sie also noch mit einer höchst einfältigen Kapitalismuskritik. (mehr…)

ART: Review Frühjahr 2010

Text?Wir möchten auf die Printausgabe Review Frühjahr 2010 des Antifa Recherche Team Dresden (ART DD) hinweisen.
In regelmäßigen Abständen berichtet das ART DD im Review über Veränderungen und aktuelle Entwicklungen der regionalen Naziszene.

Inhalt der aktuellen Ausgabe:

  • Der 13. Februar in Dresden
  • Das neue Versammlungsgesetz
  • Überblick: 1. Mai 2010
  • Brandanschläge in Sachsen
  • vieles mehr



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